Wie Sie Ihren Perfektionismus ablegen, um schneller Ihr Abnehmziel zu erreichen

In diesem Video lernen Sie, wie Ihnen Ihr Perfektionismus beim Abnehmen in die Quere kommt und was Sie tun können, um Ihren Perfektionismus in die Schranken zu weisen, um mit weniger Stress und mehr Erfolg Ihr Abnehmziel zu erreichen.

Hi,

Sie fragen sich vielleicht gerade: Was hat Perfektionismus mit Abnehmen zu tun? Ich würde sagen: Für viele Menschen eine ganze Menge! In diesem Video lernen Sie, wie Perfektionismus Ihnen beim Abnehmen in die Quere kommt und was Sie dagegen tun können, sodass Sie schneller und stressfreier Fortschritte beim Abnehmen machen werden.

Würden Sie sich als Perfektionisten beschreiben? Oder als jemanden, der sehr hohe Standards für sich und seine Handlungen anlegt, denen er eigentlich nie gerecht werden kann? Dann könnte es gut sein, dass Sie zu der Gruppe Menschen gehören, die dazu neigen, sich als Versager oder Verlierer zu sehen. Als jemand, der in seinen Handlungen und manchmal auch in seinem Charakter seinen eigenen Vorstellungen nicht gerecht wird. Vermutlich sind Sie für Ihre Ziele selten stark motiviert, oder falls doch, können Sie diese Motivation nur schwer in konkrete Handlungen überführen. Oder die Motivation geht mit einem hohen Stresslevel einher, da Ihr Ziel für Ihre aktuelle Ausgangslage schwer zu erreichen ist. Wahrscheinlich fällt es Ihnen auch schwer, Projekte zu Ende zu bringen und wahrscheinlich fühlen Sie sich manchmal gefangen, da Sie gerne ein Projekt in Angriff nehmen wollen, auf der anderen Seite aber Angst haben, es nicht nach Ihren Vorstellungen umsetzen zu können und sich dann als Verlierer zu fühlen.

Und so wirkt sich Perfektionismus negativ auf Ihren Abnehmerfolg aus. Wenn Sie auf den „perfekten Zeitpunkt“ warten, bis Sie sich im Fitnessstudio anmelden, werden Sie vermutlich niemals eine Mitgliedschaft beantragen. Wenn Sie alles hinschmeißen, sobald Sie Ihren ambitionierten Plan einmal nicht eingehalten haben, sind Sie sehr anfällig für Rückschläge und das Zurückfallen in alte Gewohnheiten. Und Perfektionismus fördert die Aufschieberitis oder Prokrastination und behindert so das Ausführen von notwendigen Handlungen oder Aktivitäten und wirkt sich darum negativ auf die Disziplin aus.

Ich glaube, dass Perfektionismus häufig mit vielen positiven Eigenschaften vermischt wird. Zum Beispiel mit Fleiß, Ausdauer, Ambition, Qualität, Spezialisierung und Leistung. Doch Sie können all diese Eigenschaften auch ohne Perfektionismus haben. Ich glaube, dass wirklicher Perfektionismus sowieso eine Illusion ist. Wenn etwas perfekt ist, bedeutet das, dass es unverbesserlich ist. Ich glaube, dass es kaum möglich ist, etwas zu schaffen, dass dieses Kriterium erfüllt. Und ich finde das wundervoll. Der Antrieb zu wachsen, zu lernen, zu forschen, Fortschritt zu machen, besser zu werden – das ist vielleicht einer der wichtigsten Triebe, die uns Menschen ausmachen.

Als Coach nehme ich an, dass jedes Verhalten eine gute Absicht hat. Was ist nun die positive Absicht von Perfektionismus oder extrem hohen Standards, die man sich auferlegt? Nun, zum einen ist es die vielleicht schönste Ausrede, die es gibt! Warum meldest Du Dich nicht im Fitnessstudio an? Jetzt ist nicht der perfekte Moment, ich warte noch. Warum beginnst Du nicht heute damit, Dich gesünder zu ernähren? Ich muss erst noch 25 Bücher über Ernährung lesen, damit ich alles richtig mache! Warum gehst Du nicht 3x die Woche joggen? Ich brauche erst noch die perfekte Ausrüstung! „Perfektionist“ das klingt so edel, nach Qualität, nach Gewissenhaftigkeit. Es ist eine wirklich schöne Ausrede dafür, nicht die Dinge zu tun, von denen man weiß, dass sie wichtig sind.

Oder auch dieser „ganz oder gar nicht“-Typ. Zählen auch Sie sich dazu? Viele meiner Klienten sagen, sie könnten etwas nur ganz oder gar nicht machen. Was interessanterweise vor allem dazu führt, dass sie viele wichtige Dinge gar nicht machen – anstatt ganz. Allerdings bin ich noch nie einem echten „ganz oder gar nicht“-Typ begegnet. Wenn Sie sich zu diesem Typ zählen frage ich Sie: In welchen Bereichen Ihres Lebens gehen Sie einen mittleren Weg – also weder ganz noch gar nicht? Ich wette, dass Ihnen nach kurzem Nachdenken mindestens fünf Stück einfallen. Ich glaube, Sie könnten gar nicht da sein, wo Sie heute sind, wenn Sie immer alles perfekt hätten machen müssen.

Als Perfektionist ist das Problem, dass Sie irgendwo glauben, dass Ihnen Ihr Perfektionismus nutzt – zum Beispiel beim Erreichen sehr guter Ergebnisse – doch das Gegenteil ist in der Regel der Fall. Zu hohe Anforderungen an sich selbst, können Sie in Ihrem Handeln und Ihrem Fortschritt einschränken – zum Beispiel durch Entmutigung. Wenn Ihr Ziel ein perfektes Ergebnis ist, dann Planen Sie bereits Ihr Versagen. Fragen Sie sich einmal ganz ehrlich: Was hat Ihnen Ihr Perfektionismus bisher im Leben gebracht? Hat er Ihnen geholfen, Ihre Ziele zu erreichen? Wie oft hat er Sie behindert? Hätten Sie Ihre Erfolge im Leben auch ohne Perfektionismus erreichen können?

Doch was ist die richtige Strategie, wenn es nicht Perfektionismus ist? Eine gute Orientierung bietet das Pareto-Gesetz, auch bekannt als die 80/20-Regel. Das Gesetz besagt, dass 80% der Ergebnisse in 20% der Zeit entstehen. Und für die letzten 20% im Ergebnis wird 80% der Zeit benötigt – also da, wo die Perfektionierung einsetzt. In Einzelfällen kann es sinnvoll sein, diese letzten 20% zu gehen. Doch in den meisten Fällen ist es das nicht. Vor allem, wenn Sie die Perspektive auf Ihr gesamte Leben ausdehnen. Sie haben viele wichtige Bereich in Ihrem Leben: Gesundheit, Arbeit, Familie, Finanzen, Freunde, Hobbies, etc. 100% in einer Aufgabe oder in einem Bereich erreichen zu wollen, hat dramatische Auswirkungen auf alle anderen Bereiche, da dort diese Zeit fehlt. Wenn Sie im großen Bild des Lebens erfolgreich sein und eine Balance schaffen wollen, dann ist Perfektionismus keine gute Strategie.

Doch wie können Sie Perfektionismus überwinden?

  • Sie müssen mutig sein! Ein Grund für Perfektionismus ist Unsicherheit oder sogar Angst, davor, etwas zu präsentieren, jemand zu sein, das oder der nicht perfekt ist. Wo Sie vielleicht mit Kritik rechnen müssen, wo Sie vielleicht sogar mit Ablehnung rechnen müssen. Aber Kritik und Kritiker wird es immer geben, ganz gleich, was oder wie Sie sich der Welt präsentieren.
  • Erkennen Sie, dass Ihnen Perfektionismus nicht hilft in Ihrem Leben. Sondern das er Ihnen im Gegenteil viele Steine in den Weg zu Ihren Zielen in den Weg legt.
  • Überlegen Sie sich, ob es „perfekt“ und damit Perfektionismus überhaupt wirklich gibt.
  • Erwarten Sie, dass Sie nicht perfekt sein werden. Ja, Sie werden Fehler machen. Ja, sie werden Rückschläge machen. Werden Sie okay damit. Die erfolgreichsten Menschen sind meistens auch die Menschen, die die meisten Rückschläge erlebt haben – aber sie sind wieder aufgestanden, haben gelernt und weitergemacht.
  • Akzeptieren Sie, dass Fortschritt Zeit braucht. Fortschritt bedeutet Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen. Und manchmal braucht es einen Schritt zurück, bevor man wieder zwei Schritte nach vorne machen kann. Und wenn Sie aus jedem Rückschlag etwas lernen können, könnte man in Frage stellen, ob es dann Rückschläge überhaupt in dieser Form noch gibt. Ein Glaubenssatz, den Sie vielleicht übernehmen wollen, ist: Es gibt kein Versagen, es gibt nur Feedback.

So Sie Ihren Perfektionismus ablegen, können Sie leichter und freier Ihren Zielen, Träumen und Vorhaben entgegen blicken. Sie können neue Maßstäbe zur Bewertung Ihrer Leistung setzen. Sie können fairere, gesündere und realistischere Ziele für sich festlegen, die Sie auch erreichen können. Perfektionismus hindert Sie daran, ein Regelwerk für Ihr Lebens zu schaffen, dass Ihnen jeden Tag ermöglicht, Ihr Spiel des Lebens zu gewinnen und sich glücklich, stolz und zufrieden zu fühlen für das, was Sie geleistet haben.

Ich lade Sie ein, sich für einen Moment vorzustellen, wie Ihr Leben ohne Perfektionismus aussähe. Wie viel einfacher wäre es, sich selbst anzunehmen, wertzuschätzen und zu mögen? Wie viel einfacher wäre es, Stolz für die eigenen Leistungen zu empfinden? Wie viel einfacher wäre es, glücklich zu sein? Wie viel leichter könnten Sie Ihr Abnehmziel erreichen, wenn Sie ab heute weniger kritisch mit sich wären? Wenn Sie sich für Ihre Fortschritte gut fühlen würden – auch wenn Sie zu Beginn nur klein sein werden? Wie viel Energie würde es Ihnen geben, wenn Sie sich auch für Ihre kleinen Fortschritte gut fühlen würden? Was wäre, wenn Sie wüssten, dass Sie am Ende eines jeden Tages stolz auf sich sein könnten, wenn Sie tun, was für Sie an diesem Tag an Fortschritt möglich wäre? Wie wäre es, wenn Sie sich selbst Mitgefühl, statt Kritik entgegenbringen würden, sollten Sie einen Schritt zurück machen, oder ein Ziel einmal nicht erreichen? Wie sähe Ihr Leben dann aus? Würden Sie langsamer oder schneller Ihre Ziele erreichen?

Ein bekannter Coach sagt: „Wir können nur auf unseren Fortschritten und Erfolgen aufbauen.“

Und Perfektionismus ist wie eine Fessel, die uns zurückhält, in unser volles Potential einzutauchen. Wenn Sie diese Fessel sprengen, dann werden Sie erstaunliche Fortschritte beim Erreichen Ihres Zielgewichts machen. Aber auch in allen anderen Bereichen Ihres Lebens, die Ihnen wichtig sind.

Und das Ganze mit mehr Freude und weniger Stress.

Zum Abschluss habe ich noch zwei Übungen für Sie, die Ihnen helfen, Ihren Perfektionismus in den Griff zu bekommen.

  • Wählen Sie eine Sache, in der Sie einen hohen Anspruch haben, dem Sie häufig nicht gerecht werden und/oder der viel Stress in Ihnen auslöst. Und entscheiden Sie sich für nur eine Woche, bewusst nicht perfekt in dieser Sache zu sein und das nicht perfekt sein zu müssen ohne Schuldgefühle zu genießen. Vielleicht ist es Ihr Anspruch, jede Email auf Ihrer Arbeit zu beantworten, bevor Sie nach Hause gehen – was dazu führt, dass Sie manchmal deutlich länger im Büro bleiben, als Sie müssten. Dann nehmen Sie sich vor, jeden Tag eine Email unbeantwortet zu lassen, wenn Sie nach Hause gehen.
  • Wenn Sie merken, dass Sie gerade versuchen eine Sache perfekt zu machen, dann halten Sie einen Moment inne und fragen sich diese drei Fragen:
    1. Was wäre die Folge, wenn ich diese Sache nicht perfekt erledigen würde? Wie würde ich von heute aus in einer Woche darüber denken, wenn ich zurückblicken? Wie nach einem Jahr?
    2. Welche anderen wichtigen Aufgaben oder Bereiche leiden unter meinem jetzigen Anspruch? Warten meine Kinder zu Hause auf mich? Leidet vielleicht meine Ernährung oder mein Sportprogramm und somit meine Gesundheit darunter?
    3. Worin wäre meine Zeit gerade am besten investiert?

Ich hoffe, dass dieses Video Sie dazu motiviert hat und Ihnen die Denkweise und Möglichkeiten an die Hand gegeben hat, sich Schritt für Schritt von Ihrem Perfektionismus lösen zu können und mehr Freiheit, Freude und Erfolg in Ihr Leben zu lassen.

Bis zum nächsten Mal.

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